Impressionen vom ersten Abend

Galerie

Diese Galerie enthält 9 Fotos.

          Interessante Gespräche, eine stimmungsvolle Eröffnung (Bild 2. Reihe rechts: Mitinitiatorin Angelika Knöckel – Knöckel & Partner – erzählt vom Wachsen und Werden des Projekts), ein spannender Vortrag von Dr. Freerk Baumann (Bild 5. Reihe rechts: hier mit Rita Schrahe, einer … Weiterlesen

FrauenGesundheitstage eröffnet

Die FrauenGesundheitstage Fürth sind eröffnet – zwei Wochen mit interessanten Vorträgen, Workshops und Aktionen im Facharzt Forum Fürth warten auf die Besucherinnen und Besucher. Das genaue Programm gibt es hier. Über 20 Veranstaltungen informieren zum zentralen Motto: gesund leben, gesund bleiben, gesund werden.

Ein Hauptaugenmerk haben die Initiatoren dabei auf das Thema Brustkrebs gerichtet. Etwa jede neunte Frau erkrankt an Brustkrebs, 55.000 Neuerkrankungen sind das jährlich. Vorträge, Workshops und Aktionen geben Frauen Hilfe zur Selbsthilfe, zeigen u.a. wie sie mit der Diagnose umgehen können, was sie bedeutet und welche therapeutischen Möglichkeiten heute geboten werden, um mögliche Folgen aufzufangen.

Während der FrauenGesundheitstage ist auch die Ausstellung AMAZONEN offen für die Besucher. Bilder, die bewegen und den Blick öffnen für das immer noch vielfach tabuisierte Thema Brustkrebs. AMAZONEN wurde in vielen Städten Deutschlands bereits gezeigt und hat immer für kontroverse und sehr vielfältige Diskussionen gesorgt.

Ein nächster Höhepunkt ist am Montagabend (19 Uhr) der moderierte Vortragsabend. Die Themen:

Psychosomatische Aspekte im Rahmen einer Krankheitsbewältigung
Rüdiger Behnisch, Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie

Brustkrebsoperation – wie gehen ich und andere damit um? Veränderung des Körperbildes und die Folgen
Dr. med. Marvin Rickwärtz, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Diagnose Krebs – ein unabwendbares Schicksal? Betrachtung aus komplementärmedizinischer Sicht
Ilse Kravack, Fachapothekerin für Offizinpharmazie

Bewegung ist Leben – Ein Erfahrungsbericht
Rita Schrahe, Sportwissenschaftlerin und Mitwirkende am Amazonen-Projekt

Mit Haut und Haar
Livia Zanardo, Fachärztin für Dermatologie

Freuen Sie sich auf interessante und informative zwei Wochen mit anregenden Diskussionen. Alle Angebote sind kostenfrei, bitte Voranmeldungen beachten. Details gibt es unter dem Punkt Programm.

Sexualität und Brustkrebs – Ein Vortrag von Uta Melle

Über 50 000 Frauen im Jahr erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Für viele bedeutet die Diagnose ein Schock, vor allem der Verlust einer oder beider Brüste wiegt schwer.

Uta Melle, die selbst an Brustkrebs erkrankt war, ergab sich nicht ihrem Schicksal, sondern ging einen radikalen Schritt: sie ließ sich beide Brüste abnehmen. Ihre Erfahrungen und die anderen Frauen versammelt der Fotoband “AMAZONEN” auf beeindruckende Weise (Ausstellung während der FrauenGesundheitstage).

Uta Melle wird im Rahmen der FrauenGesundheitstage in Fürth einen ganz persönlichen Einblick in ihren Weg und ihre Haltung geben. Ihr Vortrag “Sexualität und Brustkrebs” findet am Dienstag, 23.10.2012, um 17.00 Uhr auf der Marktfläche im Facharzt Forum Fürth statt. 

“Weiblichkeit trotz Brustkrebs”, den aktuellen Bericht zum Projekt und zu Uta Melle aus der taz vom 26. August 2012 finden Sie hier.

(Selbst-) Therapeutisches Schreiben

Wochenend-Workshop (19. bis 21.10.2012) und Schnupperkurs im Rahmen der Frauengesundheitstage Fürth (23.10.12 von 14.00 bis 17.00 Uhr) mit Gabriele Deutschmann-Tiedtke.

Meist kommt eine Krebserkrankung unerwartet, macht geradezu sprachlos. Die Diagnose Brustkrebs erleben Betroffene als existenzielle Bedrohung, da der vertraute Körper plötzlich streikt. Erkrankte fühlen sich gezwungen, ihr Leben umzustellen. (Selbst-) Therapeutisches Schreiben (Poesietherapie) kann die neue Selbstorganisation erleichtern. Denn stark emotionsbesetzte Themen lassen sich schreibend oft besser ausdrücken als in der mündlichen Kommunikation. Anhand von kreativen Schreibtechniken gelingt es nachweislich, die Sprache der Seele, des Körpers und seiner Symptome verstehen zu lernen und somit sich selbst. Sprachlicher Selbstausdruck ist (wieder) möglich. Während des Schreibprozesses findet ein Wechsel von der Opferrolle hin zur aktiven, gestalterischen Rolle statt: Unbewusstes wird zugänglich gemacht, zugelassen und als Material für Neues im Jetzt verwendet. Der „untreue“ Körper wird wieder integriert, denn Sprache entsteht im Körper und wird durch ihn erst sinnlich, rhythmisch und im Wortsinne begreifbar.

Wichtig zu wissen: (Selbst-) Therapeutisches Schreiben schaltet bewusst den strengen Deutschlehrer, den eigenen inneren Zensor aus, der vernunftorientierte Leistung fordert. Hier geht es gerade nicht um literarisch-wertvolle Ausfeilung. Denn erst durch Überschreitung von grammatikalischen, verbalen Grenzen, durch spielerische Herangehensweise und Fantasiereisen entwickelt sich eine Art „heilsame Lust am Schreiben“.

(Selbst-) Therapeutisches Schreiben kann eine stabile Basis schaffen für Selbstentfaltung, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und somit für nachhaltige ganzheitliche Heilungserfolge (vor allem als Compliance-Effekt im Rahmen von medizinischen und psychotherapeutischen Behandlungen). 

Workshop  „Schreiben ist heilsame Lust“
Innerhalb einer überschaubaren Gruppe, die gleichermaßen schützt, motiviert und inspiriert, üben wir bewährte Techniken des kreativen, heilsamen Schreibens:

Kreative Techniken

  • Achtsamkeitsübungen
  • Imaginationsübungen
  • Übungen zu fantasievollem, bewusstem, achtsamem Umgang mit Sprache

Ablauf therapeutischen Schreibens

  • Achtsamkeits-Meditation
  • Aufschreiben dessen, was sich bei dieser Meditation an Bildern, Symbolen, Gefühlen etc. zeigt
  • Schreibthema
  • Vorlesen der Texte (nur Freiwillige, keine Kritik)

(Selbst-) Therapeutisches Schreiben eignet sich für Betroffene, Partner, Nahestehende ebenso wie für alle, die sich selbst näher kommen und ganzheitlich erfahren möchten.